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Zwei Loops und eine Mütze

Das ist noch im letzten Jahr entstanden: für die Enkelin ein Loop und eine Mütze aus rotem Fleece, gefüttert mit hellgrauem Jersey mit Apfelmotiven. Die Mütze ist nach dem Schnitt von Pattydoo genäht, der Loop frei nach Schnauze - so groß im Durchmesser, dass er über den Kopf passt, und so breit, dass er schön wärmt.

Und noch ein Loop in groß, aus schwarzem Fleece, gefüttert mit petrolfarbenem Baumwollstoff mit kleinen weißen, gelben und hellgrauen Dreiecken. Er ist so lang, dass er zweimal um den Hals gewickelt wird.

Tasche und Geldbörse "Spiro"

Das Muster dieses Jaquardstoffes namens "Spiro" hat mich sofort fasziniert. Als ich ihn im Geschäft sah, fielen mir die schwarzen Lederreste ein, die ich noch hatte, und dass sie sich bestimmt gut mit dem Stoff kombinieren ließen. Und das Ergebnis gefällt mir sehr gut.

Hier sieht man das Muster nochmal etwas besser.

Die Tasche ist nach eigenem Schnitt genäht. Als Futterstoff habe ich habe ich Popeline mit einem geometrischen Muster genommen, das mich ein wenig an Halma erinnert 😀 Der Reißverschluss wird mit einem zusammengenähten Lederband geöffnet und geschlossen, in das ich eine Hohlniete geschlagen habe. Zur Verstärkung der Tasche habe ich 3mm dicken beschichteten Schaumstoff genommen.
Im Inneren der Tasche sind auf der einen Seite zwei Steckfächer, auf der anderen ein Reißverschlussfach. An der Seite habe ich ein Schlüsselband eingenäht.

Die Geldbörse habe ich vor der Tasche genäht, als ich die neue Nähmaschine noch nicht hatte. Die Nähte wären damit wohl besser gelungen; beim Nähen des Leders hat meine W6 leider öfter mal ausgesetzt.
Auch bei der Geldbörse wird der Reißverschluss mit Lederband mit Hohlniete bedient.
Nach dem Wenden der Geldbörse und vor dem Absteppen habe ich 5 mm dicken Filz auf die Größe der Geldbörse zugeschnitten und zwischen Außen- und Innenstoff gesteckt, so hat die Geldbörse gerade die richtige "Griffigkeit".

Der Schnitt ist nach eigenen Ideen, inspiriert von der Geldbörse Wildspitz und der Grete. Die Kartenfächer habe ich auf den Innenstoff aufgesetzt, sie gehen nicht bis zum Rand, da der Rand sonst so wulstig wird. Hinter den Kartenfächern sind 2 große Fächer, für Ausweis, Einkaufszettel etc. Zur Verstärkung der Fächer habe ich Vlieseline H 250 genommen.

Die Geldbörse ist ca. 15 cm breit. Damit es nicht so ein Gefummel gibt, wenn ich ans Kleingeld will, habe ich das Kleingeldfach so genäht, dass es nach vorne aufklappt. Hinter dem Kleingeldfach ist ein Fach für Scheine.

Der Jacquardstoff und der Futterstoff sind vom Comptoir du Tissu, einem Stoffladen in einem Vorort von Bordeaux. Das Leder hatte ich vor längerem bei Cuir en Stock bestellt. Die Reißverschlüsse sind Meterware aus dem machwerk Shop.

Neue Nähmaschine Toyota SuperJeans J15 WE

Eigentlich hatte ich gar nicht geplant, mir noch eine Nähmaschine zu kaufen. Ich habe sie zufällig in einem Prospekt des Leclerc-Einkaufszentrums im Nachbarort gesehen und blieb an dem günstigen Preis sowie an dem Satz hängen "Näht bis zu 12 Lagen Jeans". Wenn sie 12 Lagen Jeans schafft, schafft sie doch auch bestimmt andere dicke Sachen wie z.B. Leder? Ein wenig Recherche ergab, dass sie das wohl kann, also bin ich hingefahren und habe sie gekauft. Zur Not hätte ich sie ja wieder zurückbringen können. Aber sie bleibt hier, denn ich bin sehr mit ihr zufrieden.

Sie hat keinen Tragegriff, sondern eine Griffmulde an der Rückseite. Das reicht auch völlig aus, denn mit weniger als 5 KG ist sie ein absolutes Leichtgewicht. Sie ist halt aus Plastik.

Das Zubehör: ein Zickzackfuß, ein Reißverschlussfuß, ein Knopflochfuß, ein Overlockfuß, ein Blindstichfuß, ein Quiltlineal und ein "Gleitfuß", das ist das Teil, das über dicke Jeansnähte "gleitet". Für diesen Gleitfuß ist eine extra Anleitung dabei, in der auch z.B. eine Anleitung für eine Tasche aus einer Jeanshose steht. Die Anleitung für die Maschine an sich ist auf CD. Dann gibt es noch 2 90er Nadeln von Organ, zwei Jeansnadeln und eine Stretchnadel, einen Nahttrenner, einen Schraubenzieher und einen kleinen Schraubenlöser für die Schrauben der Stichplatte, 3 Unterfadenspulen und eine Abdeckhaube.

An der Frontseite ist eine Klappe, hinter der sich eine Mini-Anleitung verbirgt, die man bei Bedarf in die Klappe hängen kann, um sie griffbereit zu haben. Genausogut kann man Gummibären in dem Fach deponieren, um sie griffbereit zu haben ...

Vorne ist ein Anschiebefach, das zum Freiarmnähen abgenommen werden kann.

Die Stichauswahl ist ziemlich minimalistisch. Die Stichlänge lässt sich nicht beliebig verstellen, es gibt beim Geradstich nur kurz (2 mm) oder lang (4 mm). Die Stichbreite lässt sich nur in eine Position etwas nach links verstellen. Die anderen Stiche sehen halt so aus wie die Muster auf dem Wählrad, keine große Auswahl, aber dafür wollte ich die Maschine ja auch nicht haben, und dafür habe ich ja meine andere Maschine.

Die Maschine hat eine Einfädelfunktion, die auch problemlos funktioniert.

Und eine Fadenabschneid-Vorrichtung.

Die Schraube, die die Nadel hält, muss ziemlich fest angezogen werden, damit die Halterung nicht wackelt, deshalb habe ich einen kleinen Schraubenzieher neben der Maschine liegen.

Und jetzt zum eigentlichen Grund meines Kaufs: sie näht wirklich ohne zu murren alles, was unter den Nähfuß gequetscht werden kann. Das hier sind acht Lagen dicker Jeansstoff.

Den Saum meiner neuen Tasche hat sie mir wunderschön abgenäht (doppeltes Leder und auf der Rückseite dicker Jaquard-Stoff). Die senkrechte Naht hatte ich noch mit meiner W6 genäht, da ist auch sehr schön zu sehen, wie sie ganz unten einen Aussetzer produziert hat 😒 Bei dickeren Materialien macht die W6 das gerne.

Links ist einer der Zierstiche auf Leder zu sehen, genäht mit Madeira Stickgarn, rechts eine mit 50er Jeansgarn abgesteppte Naht.

Im Gegensatz zu meiner W6, die sehr, sehr pingelig mit Nähgarn ist und z.B. bei dem Jeansgarn nur Fadensalat produziert, hat die Toyota bislang alles problemlos vernäht, was ich ihr eingespannt habe - auch billiges Discountergarn.
Als Unterfadenspulen hat sie durchsichtige Plastikspulen. Ich habe universelle Spulen gekauft, die auch z.B. in Brother oder Singer Nähmaschinen passen, damit gab es keinerlei Probleme.

Ich bin bislang mit der Maschine sehr zufrieden, sie ist super für den Zweck, für den ich sie haben wollte, nämlich dicke Materialien zu nähen. Auch mit dünnen Stoffen hat sie keine Probleme - irgendwo hatte ich gelesen, dass sie nicht für Jersey geeignet ist, das kann ich aber nicht bestätigen. Bei mir hat sie Jersey problemlos vernäht.
Sie ist unbedingt auch anfängertauglich. Für gehobenere Ansprüche ist sie wohl nicht geeignet, aber für mich ist sie eine tolle Zweitmaschine, die sich wegen des geringen Gewichts auch leicht mal mitnehmen ließe.

Kuschelmieze

Für die Enkelin habe ich eine "Kuschelmieze" genäht nach dem kostenlosen Schnittmuster vom Kreativlabor Berlin. Die Beschreibung ist sehr ausführlich und gut nachzunähen. Die Augen habe ich ein wenig abgewandelt. Wie man allerdings sieht, muss ich das Sticken noch etwas üben 😉
Für die Mieze gibt es bei Bedarf auch noch ein Schnittmuster für ein Kleidchen.

Handtasche und Geldbörse aus grau-schwarz gemustertem Kunstleder

Ein paar Sachen vom letzten Jahr habe ich noch nicht gezeigt, hier ist Nummer 1:

Eine Handtasche aus ganz weichem, grau-schwarz-braunem Kunstleder, genäht nach meinem eigenen, bewährten Schnitt, nur mit der Änderung, dass der Reißverschluss dieses Mal nicht mit der oberen Kante abschneidet, sondern ca. 5 cm tiefer sitzt.

Innen kam brauner Futterstoff zur Verwendung. An einer Seite ist ein Reißverschlussfach, an der anderen zwei Steckfächer, deren obere Kante mit dem Kunstleder verziert ist.
Das Kunstleder ist nicht sehr dick, daher habe ich die Tasche mit 3 mm dickem beschichteten Schaumstoff  verstärkt.
Das Kunstleder habe ich vor einem Jahr hier gekauft, die metallisierten Reißverschlüsse sind aus dem machwerk-shop.

Passend zur Tasche habe ich eine Geldbörse genäht, nach einem Schnittmuster von Kreativlabor Berlin.

Es ist ziemlich einfach zu nähen. Ich kann mich allerdings nicht so wirklich damit anfreunden, zum einen, da man unten in den Kartenfächern die offenen Stoffkanten sieht (oder man bzw. ich zumindest weiß, dass da offene Kanten sind, und das finde ich einfach nicht schön), zum anderen sind die Kartenfächer sehr klein - zumindest bei mir war das so, dass die 5 Karten gerade eben passten, und zum dritten ist es mir ein wenig zu "wabbelig", ich würde für die Außenseite eher noch etwas dickeres als die angegebene Vlieseline nehmen.
Inzwischen habe ich eine andere Geldbörse genäht und in Benutzung; Foto folgt bald.


Neue Sofakissen und -decke

Schon seit längerem wollte ich endlich mal einheitliche Kissenbezüge für unser Sofa nähen. Vor einiger Zeit habe ich dann diesen gemusterten Stoff gefunden und in größeren Mengen gekauft. Inzwischen sind alle Kissenbezüge fertig und machen sich sehr gut auf dem schwarzen Leder. (Vor dem Sofa liegt übrigens ein Sitzkissen, das ich aus schwarzem Kunstleder genäht habe, es passt super zum Sofa.)

Die Reißverschlüsse habe ich verdeckt eingenäht, und zwar nach der sehr schönen Anleitung von Frau machwerk. Und sie hat Recht, auf die Art ging das so fix, dass ich auch noch Zeit hatte, aus passendem Stoff (blauer Ditte von Ikea) Paspelband herzustellen und die Kissen damit zu umranden :-)

Außerdem habe ich den bunten Stoff auf eine ganz dünne Fleecedecke genäht, so dass wir nun auch eine zu den Kissen passende Kuscheldecke haben.

Babyjacke aus blauem Cordstoff

Nach dem "JaWePu"-Schnitt von Schnabelina habe ich ja schon zwei Jacken mit Stehkragen und Knöpfen genäht (zu finden unter Babysachen), nun habe ich den Schnitt in der Version mit Reißverschluss, Bündchen und gefütterter Kapuze in Größe 92 ausprobiert. Auch hier habe ich wieder die Nähte an Vorder- und Rückenteil weggelassen, da es mit diesem Cordstoff so besser aussieht. Die Kapuzen-Version ist kniffeliger zu nähen, hat aber ganz gut geklappt, dank der schönen Anleitung. Die Ärmelbündchen würde ich beim nächsten Mal wohl etwas länger machen.
Der Cordstoff und der Bündchenstoff sind von tissus.net, den Reißverschluss habe ich farblich genau passend bei Centrakor im Nachbarort gefunden, und den Jersey, mit dem die Kapuze gefüttert ist, hatte ich noch im Bestand.

Eigentlich wollte ich die Jacke aus einem ganz anderen Stoff nähen, einem süßen Kuschel-Flausch mit Teddybären. Dieser Stoff hat mich aber halb in den Wahnsinn getrieben. Sobald ich ihn nur angeschnitten habe, hat er ganz unglaublich geflust. Und was noch viel schlimmer war, meine Overlock hat sich geweigert, ihn mehrlagig zu vernähen. Ich hatte dann die Nase voll, habe den Rest, den ich noch nicht zugeschnitten hatte, mit Schrägband eingefasst, und nun ist es eine kuschelige kleine Decke mit etwas ungewöhnlichen Maßen: